
v.l.n.r.: Frank Schräder (Kreisvorsitzender), Jürgen Wachter (Stadtrat und OB-Kandidat), Kirstin Sauter (Stadträtin und Kandidatin)
Am Donnerstag, 22. Januar 2026, sind die Freien Demokraten im Zollhaus in die heiße Phase des Kommunalwahlkampfs gestartet. Unter dem Titel „Einfach mal machen“ stellte Oberbürgermeisterkandidat und Listenführer Jürgen Wachter die Leitlinien des Wahlprogramms vor.
Nähe, Vertrauen und Verlässlichkeit
„Kommunalpolitik lebt von Nähe, Vertrauen und Verlässlichkeit“, sagte Wachter. Wahlentscheidungen fielen nicht durch Schlagzeilen, sondern durch persönliches Vertrauen. „Landshut ist eine großartige Stadt mit viel Potenzial, aber sie hat sich in den vergangenen Jahren zu oft selbst blockiert. Wir wollen den Stillstand überwinden und wieder ins Machen kommen.“
Wirtschaftlich stark, finanziell solide, digital modern
Zentrales Projekt ist die Agenda „Landshut Digital 2.0“: vollständig digitale Verwaltungsleistungen und kürzere Bearbeitungszeiten, ohne die persönliche Beratung abzuschaffen. „Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern ein Standortfaktor“, so Wachter. Die FDP lehnt eine Erhöhung der Gewerbesteuer ab, denn mit einem Hebesatz von 420 Prozent liege Landshut schon deutlich über dem Umland. Zugleich bekennt sie sich zur Haushaltskonsolidierung: „Politik auf Pump ist unsozial“, sagte Wachter. Pflichtaufgaben wie Schulen und Infrastruktur haben Vorrang vor freiwilligen Leistungen.
Ideologiefreie Verkehrs- und Stadtentwicklungspolitik
Auto, Fahrrad und öffentlicher Nahverkehr seien kein Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch. Die FDP spricht sich für den Weiterbau der B15 neu, die Westtangente, und für zusätzliche Parkmöglichkeiten aus, etwa durch Quartiersgaragen und ein Parkdeck am Bahnhof. Beim Wohnen fordert Wachter schnellere Genehmigungsverfahren, Nachverdichtung mit Augenmaß und neue Quartiere, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Bildung, Ehrenamt und Zusammenhalt
Bildung nannte Wachter die „größte Investition in eine freie und starke Gesellschaft“. Priorität hat die Sanierung der Grundschule Peter und Paul, außerdem soll die Hochschule Landshut stärker ins Stadtbild integriert werden. Das Ehrenamt will die FDP mit weniger Bürokratie, digitalen Antragswegen und moderner Ausstattung für Feuerwehr, THW und Katastrophenschutz stärken.
Jetzt ist unsere Zeit
„Wir haben ein starkes Programm, überzeugende Kandidatinnen und Kandidaten und gute Argumente“, so Wachter zum Abschluss. „Jetzt kommt es auf uns an, mit der klaren Ansage: Machen statt abwarten.“ Stadträtin Kirstin Sauter und Kreisvorsitzender Frank Schräder überreichten im Anschluss einen Kompass als Symbol für liberale Politik, die Orientierung gibt, ohne einzuengen.
